Im Spannungsfeld zwischen virtueller Begegnung und menschlicher Nähe
Ich beschäftige ich mich mit Fragen wie: Ist virtuelle Nähe echt? Ist Nähe in der Distanz überhaupt möglich? Verschieben sich Grenzen in Beziehungen? Wie Intim ist Virtualität?Begegnung und Austausch finden dabei in einem Raum statt der keine Dimension hat die man mit einem Maßband messen kann. Der direkte Sinnesaustausch ist eingeschränkt. Diese sowohl psychologisch als auch praktisch Herausforderung bedingt auch technisch eine neue Herangehensweise. So muss zum Beispiel die Kameraführung vom Portraitierten selbst übernommen werden und ich als Künstler neue Formen der Verbalisierung meiner Bildvorstellungen finden.
Hintergrund:
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich in meiner Arbeit mit dem thematischen Spannungsfeld zwischen menschlicher (psychologischer) und körperlicher (räumlicher) Nähe.
Wie nah kommt man sich in unterschiedlichen Beziehungszusammenhängen? Ab welchem Punkt wird Nähe intim? Wann tut Nähe gut und ab wann wird sie unangenehm.
Die aktuelle Situation hat durch das so genannte „Social Distancing“ einen ganz neuen Aspekt in diese Überlegungen gebracht. Körperliche Nähe ist per se untersagt und je länger dieser Zustand andauert suchen wir nach Substituten um der drohenden Vereinsamung zu entgehen.
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